Zahnärztliche Praxis
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44139 Dortmund

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Fax: (0231) 7 21 35 18
E-Mail: dr.prinz.praxis@com2day.de


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Gesundheitsnews





Unser Ziel: Der zufriedene Patient
Unser Ziel: Der zufriedene Patient


1. Jahresbericht der Zahnärztlichen Patientenberatung

Berlin, 23. Juni 2017 – Ergänzend zu der unmittelbaren Beratung in der Praxis ist die kostenfreie Zahnärztliche Patientenberatung der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVen) und (Landes)Zahnärztekammern für Patienten eine der bundesweit wichtigsten Anlaufstellen bei allen Fragen in Sachen Zahngesundheit.

Das geht aus dem 1. Jahresbericht zur wissenschaftlichen Evaluation dieses Beratungsangebots hervor, der heute in Berlin von Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) und Bundeszahnärztekammer (BZÄK) unter fachlicher Begleitung des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) veröffentlicht wurde. Demnach konnte in knapp 90 Prozent der Fälle das Anliegen von Patienten gelöst oder an die zuständigen Kammern oder KZVen für die abschließende Bearbeitung vermittelt werden. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 2016 fast 24.000 Beratungen geleistet.

Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV: „Unser Ziel ist immer der zufriedene Patient – in jedem einzelnen Fall! Deshalb wird die zahnärztliche Beratung auch so gut angenommen und geschätzt. Wichtiger Faktor für die ausgezeichnete Mundgesundheit ist nicht zuletzt die Eigenverantwortung der Patienten und ihre Mitsprache bei Therapieentscheidungen. Unsere Beratung stärkt die Patientensouveränität und löst Anliegen aktiv und häufig abschließend, statt bloßer Kummerkasten für unerwünschte Ereignisse zu sein. Kein anderes Beratungsangebot vermag es so gut, Behandler und Patient zeitnah zusammenzubringen und zwischen den Beteiligten lösungsorientiert zu vermitteln. Die erhebliche Zahl geklärter Fälle, in denen zufriedenstellend informiert wurde, bestätigt uns in dem Anspruch, bei allen Versorgungsfragen direkt nach dem Zahnarzt der beste Ansprechpartner zu sein.“

Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der BZÄK: „Zahnärzte leisten täglich bei der Aufklärung von Patienten eine wichtige Arbeit. Dass es bei Millionen von Behandlungen im Jahr und dem komplexen Versorgungssystem auch zu Nachfragen oder Beschwerden kommt, lässt sich leider nicht völlig vermeiden. Die Zahnärztlichen Beratungsstellen bieten den Patienten in ganz Deutschland eine wichtige Möglichkeit, ihre individuellen Anliegen zu klären. In den Beratungsstellen nehmen wir jeden Patienten und sein Anliegen ernst und arbeiten an einer sachgerechten Lösung. Unser Ziel ist es, die zahnärztliche Versorgung so patientenfreundlich wie möglich zu gestalten.“

Prof. Dr. Rainer Jordan, Wissenschaftlicher Direktor des IDZ: „Diese Auswertung liefert wichtige Hinweise auf weitere Handlungsfelder in der Versorgung. Sie erlaubt aus wissenschaftlicher Sicht aber vor allem, das Beratungsgeschehen der zahnärztliche Selbstverwaltung im Sinne eines lernenden Systems konsequent weiterzuentwickeln.“

Neben 24.000 Beratungskontakten wurden fast 2.000 Eingaben, Anliegen, Fragen und auch Beschwerden bei zahnärztlichen Behandlungen bearbeitet. Neben individueller Beratung durch Zahnärztinnen und Zahnärzte halten die Beratungsstellen ein vielfältiges und bewährtes Informationsangebot vor.

Der 1. Evaluationsbericht zeigt:

  • dass die Zahnärztliche Patientenberatung sich als Interessenvertreter der Patienten versteht,
  • dass angesichts des immensen Behandlungsaufkommens - 93 Millionen Fälle allein im Bereich allgemeine, konservierende und chirurgische Behandlungen, insgesamt 114 Millionen Behandlungen in allen zahnärztlichen Leistungsbereichen im Jahr 2016 – der Anteil der bei der Zahnärztlichen Beratung registrierten Beschwerden mit 1471 Fällen relativ gering ist,
  • dass jede Anfrage ernst genommen wird und sich die Zahnärztliche Beratung in rund 90 Prozent der Vorgänge um das Anliegen kümmert und meistens auch einer Lösung zuführt,
  • dass die Zahnärztliche Beratung durch die erstmals vorliegende Evaluation künftig noch patientenorientierter arbeiten kann und die Beratungsleistung zusätzliches Optimierungspotential bietet.
Die Ergebnisse der Zahnärztlichen Patientenberatung werden seit dem Jahr 2016 nach einheitlichen Kriterien erfasst und wissenschaftlich ausgewertet. Dadurch kann das Serviceangebot kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert werden. Patienten und Versicherte werden mit ihrem Bedarf an Beratung und Information optimal unterstützt.Hintergrund: Die Zahnärztliche Patientenberatung Die bundesweit etablierten Beratungsstellen von KZVen und Kammern geben bereits seit vielen Jahren persönlich, postalisch, telefonisch und per E-Mail Auskunft zu Behandlungsmethoden, Therapiealternativen sowie zu Risiken bei bestimmten Eingriffen. Sie beantworten Fragen zur Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen und zu Privatrechnungen. Darüber hinaus ist die Zahnärztliche Beratung Anlaufstelle bei allen Anliegen im Zusammenhang mit Behandlungen in der Praxis. Gutachter- und Schlichtungsstellen leisten wertvolle Beiträge für die konstruktive Vermittlung zwischen Zahnärzten und Patienten. In der vertragszahnärztlichen Versorgung trägt das Gutachterwesen maßgeblich zur Klärung offener Behandlungsfragen bei.

Im zahnärztlichen Beratungsnetzwerk arbeiten Zahnärzte und Mitarbeiter der Verwaltung frei von Weisungen Dritter und frei von wirtschaftlichen Interessen. Patienten können sich schon im Vorfeld einer Behandlung über die am besten geeignete Versorgung informieren, etwa durch das Zweitmeinungsmodell bei einer geplanten Zahnersatz-Behandlung. Die kostenfreie Beratung ist fachlich und sozial kompetent, verständlich und transparent.

Weitere Informationen wie Kontaktdaten der Zahnärztlichen Beratungsstellen im gesamten Bundesgebiet können unter www.patientenberatung-der-zahnaerzte.de sowie auf den Websites von KZBV und BZÄK abgerufen werden. Auch der 1. Jahresbericht der Zahnärztlichen Patientenberatung ist dort zum Download verfügbar. Druckexemplare können unter presse@kzbv.de oder presse@bzaek.de angefordert werden.


Wenn die Vollprothese nicht richtig sitzt
Wenn die Vollprothese nicht richtig sitzt


Ursache: Mangelnder Speichelfluss

Das Kuratorium perfekter Zahnersatz (KpZ) weist darauf hin: Mundspeichel ist mitverantwortlich für den sicheren Sitz einer Vollprothese im Mund. Findet die Vollprothese keinen festen Halt im Mund, kann dies unter Umständen auf einen mangelnden Speichelfluss zurückgeführt werden.

Eine technisch einwandfrei hergestellte Vollprothese sitzt bei optimalen Voraussetzungen fest im Mund des Patienten. Da keine Zähne mehr für eine Verankerung der Prothese (z. B. durch Klammern) vorhanden sind, muss der Prothesenhalt über andere Faktoren erzielt werden. Zu einem großen Teil erfolgt der Halt einer Vollprothese über die Haftung (Adhäsion) zwischen Schleimhaut und gut passender Prothesenbasis. Dazu ist eine ausreichende Menge an Speichel notwendig.

Mundtrockenheit Ist der Speichelfluss gestört, wird der Halt der Prothese beeinflusst. Gerade ältere Menschen leiden oft an einer sogenannten Xerostomie (Mundtrockenheit). Auslöser können zum Beispiel die Einnahme bestimmter Medikamente, eine verstärkte Mundatmung, eine Strahlentherapie oder eine Fehlfunktion der Speicheldrüsen sein. Ist die Passung der Prothese dadurch gestört, können bis zum Zahnarztbesuch z. B. Haftcremes verwendet werden. Dies ersetzt allerdings nicht den Zahnarztbesuch. Eine dauerhafte Anwendung von Haftmitteln kann nicht empfohlen werden.

Fester Halt durch Saugeffekt Grundsätzlich gestaltet der Zahntechniker die Prothese so, dass ein Saugeffekt zwischen Prothesenbasis und Mundschleimhaut den festen Halt des Zahnersatzes sichert. Hierfür werden Prothesenrand und Prothesenbasis exakt der vom Zahnarzt abgeformten Situation angepasst. Im Mund bildet sich im Zusammenspiel mit dem Speichel eine Art Vakuum. Dieses sorgt dafür, dass sich die Prothese nicht ungewollt löst. Bei einer lockeren Vollprothese wird der Zahnarzt daher zunächst eine Unterfütterungsabformung nehmen und diese an das Labor übergeben. Die Prothesenbasis wird vom Zahntechniker wieder an die Mundsituation angepasst. Der mangelhafte Halt lässt sich dadurch vielfach beheben.
Der mangelnde Speichelfluss bzw. die Mundtrockenheit sollten klinisch abgeklärt werden. Manchmal helfen bereits zuckerfreie Lutschpastillen oder Kaugummis. Und es gilt: Eine ausreichende Zufuhr an Flüssigkeit. Tipp: Haben Sie immer eine kleine Flasche Wasser bei sich und trinken Sie jede halbe Stunden einen kleinen Schluck!

20.07.2017 DGA | Quelle: Kuratorium perfekter Zahnersatz e.V.


Elektronische Gesundheitskarte
Elektronische Gesundheitskarte


Freie Ärzteschaft: Online-Anbindung der elektronischen Gesundheitskarte floppt

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat sich die Digitalisierung des Gesundheitswesens so vorgestellt: Seit 1. Juli 2017 müssen sich alle Arzt- und Zahnarztpraxen, Kliniken und später auch Apotheken online an ein riesiges Datennetz der Krankenkassen anschließen. Zugangsschlüssel ist die elektronische Gesundheitskarte (eGK). Für die Freie Ärzteschaft (FÄ) liegen die Interessen dahinter auf der Hand: „Politik, Krankenkassen und Gesundheitsindustrie wollen die Krankheitsdaten aller Bürger zentral speichern, um das Gesundheitswesen zu steuern und Rendite zu erwirtschaften“, sagte FÄ-Vizevorsitzende Dr. Silke Lüder am Montag in Hamburg. „Angesichts bedrohlicher Hackerangriffe in jüngster Zeit ist das verantwortungslos.“

Als Erstes sollen die Arztpraxen und Klinikambulanzen mit der Aktualisierung der sogenannten Stammdaten der Versicherten, wie etwa Wohnort und Versichertenstatus, Verwaltungsaufgaben der Krankenkassen übernehmen. „Damit wird uns Zeit für die Patienten genommen“, erläutert Lüder. „Außerdem ist dieser sogenannte Online-Rollout ein Flop: Die technischen Geräte – ein sogenannter Konnektor und ein onlinefähiges Chipkartenlesegerät – sind für den Realbetrieb in den Praxen noch gar nicht vorhanden. Insidern zufolge dürften diese Geräte frühestens im November 2017 verfügbar sein. Und das zu gepfefferten Preisen: Aufgrund der Monopolstellung des Anbieters soll ein Konnektor etwa 2600 Euro kosten.“

Ein Preis, den letztlich auch die Versicherten zahlen. Die Kosten für die gesetzlich Versicherten werden mit weiteren etwa 700 Millionen Euro für das eGK-Projekt veranschlagt. „Außerdem“, so Lüder, „wird es durch den Online-Datenabgleich mit ziemlicher Sicherheit in den Arztpraxen zu deutlichen Verzögerungen im Praxisablauf und längeren Wartezeiten bei der Anmeldung kommen.“ Die Anbindung an das Datennetz, gehostet bei der Bertelsmann-Tochter Arvato, ist auch nicht freiwillig. Praxen, die das bis zum 1. August 2018 nicht erledigt haben, müssen mit Geldstrafen rechnen.

Ärztliche Schweigepflicht weiter verteidigen

Aus Sicht der Ärzte ist eine Totalvernetzung im Gesundheitswesen gefährlich, weil Cyberangriffe die Sicherheit der Patienten gefährden. Das hat jüngst der Deutsche Ärztetag unmissverständlich klar gemacht. Lüder kritisiert scharf die Regierung: „Einer Bundesregierung, die derzeit lauter neue Gesetze zu Bundestrojanern und zur Ausforschung der Onlinekommunikation der Bürger erlässt, kann man eine Verantwortung für Datenschutz und bürgerliche Freiheitsrechte absprechen“. Auch die ärztliche Schweigepflicht sei für die Große Koalition kein schützenswertes Gut mehr, wie das neue Bundeskriminalamtgesetz zeige.

„Ärzte und Patienten brauchen keine zentralen Datenberge. Wir werden die ärztliche Schweigepflicht weiter verteidigen“, betont die FÄ-Vizevorsitzende. Arztpraxen könnten jetzt erst einmal abwarten, bevor sie Verträge für Geräte abschließen, die noch nicht existieren. Danach könne man die gesetzlich festgeschriebene Möglichkeit wahrnehmen, eine sogenannte Stand-alone-Lösung zu installieren, damit die Patientendaten in der Praxis geschützt blieben. Unverschämt findet Lüder die Ankündigung, dass Ärzte, die ihre Schweigepflicht ernstnehmen und diese Lösung realisieren, finanziell bestraft werden sollen.

18.07.2017 DGA | Quelle: Freie Ärzteschaft e.V. (FÄ)