Zahnärztliche Praxis
Am Knappenberg 85
44139 Dortmund

Telefon: (0231) 12 43 88
Fax: (0231) 7 21 35 18
E-Mail: dr.prinz.praxis@com2day.de


Mit Hilfe der Karte können Sie den Standort der Zahnärztlichen Praxis Dr. Prinz in Dortmund ausfindig machen. Es stehen Ihnen in unmittelbarer Nähe zur Praxis ausreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung.


Unsere Sprechzeiten

Montag
08:00 bis 18:00 Uhr

Dienstag
08:00 bis 12:00 Uhr
14:00 bis 19:00 Uhr

Mittwoch
08:00 bis 15:00 Uhr

Donnerstag
08:00 bis 12:00 Uhr
14:00 bis 18:00 Uhr

Freitag
07:30 bis 14:30 Uhr

Und nach Vereinbarung

Gesundheitsnews





Kariesprophylaxe in Deutschland
Kariesprophylaxe in Deutschland


Zwei Drittel der Deutschen verwenden Fluoridsalz

In regelmäßigen Abständen führt das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) Mundgesundheitsstudien durch. Die Ergebnisse der aktuellen Fünften Mundgesundheitsstudie (DMS V) fallen in allen Altersgruppen positiv aus. Anlässlich der Frühjahrstagung des Deutschen Arbeitskreises für Zahnheilkunde (DAZ) in Frankfurt am Main stellte Professor Andreas Rainer Jordan die Studienergebnisse vor und erläuterte, warum sich die Zahn- und Mundgesundheit verbessert hat und wieso es erfreulich ist, dass zwei Drittel der Deutschen Fluoridsalz verwenden. Professor Jordan ist Beiratsmitglied der Informationsstelle für Kariesprophylaxe (IfK), die 1991 durch den DAZ gegründet wurde. Zudem ist er wissenschaftlicher Direktor des IDZ und Professor an der Universität Witten/Herdecke.

Fluoridsalz als Basis für die Kariesprophylaxe  

Seit über 25 Jahren empfehlen Zahnärzte Fluoridsalz als Basismaßnahme bei der Kariesprophylaxe. „Die Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie hat auch ermittelt, wie viele Menschen im Haushalt Fluoridsalz verwenden. Das Ergebnis: Etwa zwei Drittel der Deutschen nutzen das angereicherte Salz, um ihre Speisen zu würzen“, erklärt Jordan. Unter den 12-jährigen Teilnehmern der DMS V gaben etwa 68 Prozent an, dass fluoridiertes Salz im Haushalt zum Einsatz kommt. In der Altersgruppe der jungen Erwachsenen (35 bis 44 Jahre) verwenden circa 65 Prozent mit Fluorid angereichertes Speisesalz, in der Altersgruppe der jungen Senioren (65 bis 74 Jahre) sind es etwa 57 Prozent. „Die Ergebnisse zeigen, dass in vielen deutschen Haushalten das fluoridierte Speisesalz verwendet wird und die Menschen auch beim Kochen und Backen ihre Zähne vor Karies schützen“, stellt Professor Jordan fest. Fluoride haben einen Zweifach-Schutz: Sie helfen zum einen, dass sich Mineralstoffe in den Zahnschmelz einlagern und verhindern zum anderen, dass sich diese herauslösen. Somit wird der Zahnschmelz gegenüber Säuren widerstandsfähig. Diese entstehen beim Abbau von Zucker oder werden über die Nahrung zugeführt. Professor Jordan ergänzt: „Fluoridsalz wirkt aufgrund des direkten Kontaktes mit der Zahnoberfläche schon vor dem Verschlucken. Wichtig ist es, dass das Salz täglich und lebenslang verwendet wird.“ Fluoridiertes Speisesalz wird im deutschen Lebensmittelhandel ausschließlich in Kombination mit Jod angeboten.

Deutsche Zähne werden immer gesünder

In Deutschland hat sich die Mundgesundheit in den letzten Jahrzehnten über alle Altersgruppen hinweg stark verbessert. Das machen die weiteren Ergebnisse der DMS V deutlich. Etwa 81 Prozent der 12-Jährigen haben kariesfreie Zähne. Bei den jungen Erwachsenen ist die Anzahl der Zähne mit einer Karieserfahrung seit 1997 um 30 Prozent gesunken. Circa 11 Zähne sind bei den jungen Erwachsenen kariös, fehlend oder gefüllt; 1997 waren es noch etwa 16 Zähne. Die jüngeren Senioren haben im Durchschnitt 18 Zähne, die kariös, fehlend oder gefüllt sind. Hier waren es 1997 noch circa 24 Zähne. Ein erwachsenes Gebiss besteht aus 28 Zähnen.

„Ob jung oder alt – die Deutschen halten ihre Zähne gesund und gewinnen so an Lebensqualität“, freut sich Professor Jordan. Für die positiven Ergebnisse gebe es mehrere Gründe. „Zum einen gehen die Deutschen regelmäßig zu den Kontrollen beim Zahnarzt. Auch die Gruppenprophylaxe in Kindergarten, Kita und Schule trägt zu den guten Ergebnissen bei. Daneben zeigt die Verwendung von Fluoriden, zum einen über die Zahnpasta und zum anderen über das Speisesalz, Wirkung. Das alles entspricht den Maßnahmen, welche die IfK seit über 25 Jahren mit den ‚Vier Säulen für gesunde Zähne‘* empfiehlt“, resümiert Jordan. Die langjährige Aufklärung habe sich demzufolge bewährt: „Unter den Befragten der DMS V weiß bereits jedes zweite Kind und jeder dritte Erwachsene über die Empfehlungen zur Zahnpflege Bescheid.“

Mundgesundheit weiterhin von sozialer Herkunft abhängig

Obwohl sich der Kariesrückgang über alle sozialen Schichten hinweg abzeichnet, zeigen sich dennoch weiterhin Unterschiede. Kinder mit einem hohen Sozialstatus sind weniger von Karies betroffen als Kinder mit einem niedrigen Sozialstatus. Die Kariesverteilung hat bei den 12-Jährigen eine Schieflage. Das bedeutet, dass das Drittel mit der höchsten Karieserfahrung dreimal mehr kariöse, fehlende oder gefüllte Zähne aufweist als der Rest (1,4 Zähne im Vergleich zu 0,5 Zähnen). Soziale Differenzen ergeben sich auch bei jüngeren Erwachsenen hinsichtlich regelmäßiger Zahnarztbesuche: Etwa 77 Prozent der Menschen mit einem hohen Sozialstatus nehmen regelmäßige zahnärztliche Kontrollen wahr, dagegen sind es bei Menschen mit einem niedrigen Sozialstatus circa 62 Prozent. „Unsere zukünftige Aufgabe besteht darin, die Auswirkungen der sozialen Unterschiede auf die Mundgesundheit komplett zu beseitigen. Hier leistet die Gruppenprophylaxe sicherlich schon einen wichtigen Beitrag. Sie erreicht die Kleinsten unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und ebnet den Weg für ein zahngesundes Leben“, betont Professor Jordan.

Quellen:
(1)   Jordan RA, Micheelis W (2016): Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V). Deutscher Zahnärzte Verlag , Institut der Deutschen Zahnärzte (Hrsg.), Köln
(2)   Jordan RA, Micheelis W (2016): Kurzfassung DMS V. Kassenärztliche Bundesvereinigung, Bundeszahnärztekammer (Hrsg.)
(3)   Micheelis W, Reich E (1997): Dritte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS III). Institut der Deutschen Zahnärzte, Deutscher Ärzte-Verlag (Hrsg.), Köln


Zahnärztliches Untersuchungsheft für Säuglinge und Kleinkinder
Zahnärztliches Untersuchungsheft für Säuglinge und Kleinkinder


Mit gesunden Zähnen ins Leben starten

Hannover, 17. Juli 2017 –  Gesunde Milchzähne sind die Voraussetzung für das Wachstum des Kiefers, für die Entwicklung des bleibenden Gebisses, aber auch der Sprache. Um frühkindliche Karies möglichst zu vermeiden und Zahnfehlstellungen rechtzeitig erkennen zu können, empfehlen Zahnärzte allen Eltern, ihre Kinder nach dem Durchbruch des ersten Zahns und danach jedes halbe Jahr in der Praxis vorzustellen. Als Erinnerungs- und Orientierungshilfe gibt es jetzt auch in Niedersachsen ein „Zahnärztliches Kinderuntersuchungsheft“, das sogenannte UZ-Heft. Zur Förderung der Zahngesundheit von Anfang an haben die niedersächsischen Zahnärzte gemeinsam mit dem hannoverschen Kinderarzt Dr. Thomas Buck (Vorstandsmitglied der Ärztekammer Niedersachsen), der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege und dem Öffentlichen Gesundheitsdienst das UZ-Heft für die ersten sechs Lebensjahre der Kinder entwickelt. Jetzt sind die ersten 50.000 gedruckten Exemplare „auf dem Markt“: Die Zahnärztekammer Niedersachsen gibt diese kostenfrei heraus. Das UZ-Heft ist eine ideale Ergänzung des kürzlich überarbeiteten gelben Kinderuntersuchungshefts (U-Heft). Es enthält jetzt ab der U5 (sechster bis neunter Lebensmonat) bis zur U9 (ab fünftem Lebensjahr) einen Verweis auf den Zahnarztbesuch. Das weiße UZ-Heft lässt sich problemlos in das gelbe U-Heft einkleben. Auf dem Titelblatt werden die jeweiligen Termine für die UZ 1 bis UZ 6 eingetragen, damit die Eltern diese vom Säuglingsalter bis zum Beginn der Grundschulzeit gut im Blick haben. Darüber hinaus gibt das Heft wichtige Informationen etwa zur regelmäßigen Zahnpflege mit korrekter Putztechnik, zum zahngesunden Trinken und Essen, zu Schnuller und anderen Lutschgewohnheiten sowie zu Zahn- und Kieferfehlstellungen. „Mit unserem Kinderuntersuchungsheft machen wir es Eltern leicht, von Anfang an darauf zu achten, dass ihre Kinder schöne und gesunde Zähne bekommen und behalten. Wir investieren damit in eine nachhaltige Stärkung der frühkindlichen Zahngesundheit“, sagt Henner Bunke, D.M.D./Univ. of Florida, Präsident der Zahnärztekammer Niedersachsen (ZKN). „Wir möchten, dass die Eltern im Interesse ihrer Kinder früh in die Zahnarztpraxen kommen, die kostenlose Gesundheitsvorsorge regelmäßig nutzen und sich beraten lassen“, betont Silke Lange, Zahnärztin und Referentin für Jugendzahnpflege im Vorstand der ZKN. Geburtskliniken, Hebammen, Kinderarzt- und Zahnarztpraxen etc. können das UZ-Heft ab sofort kostenfrei bei der Zahnärztekammer Niedersachsen ordern: Rena Umlandt
E-Mail rumlandt@zkn.de
Fax 0511 83391–306
Telefon 0511 83391–310
Mehr Information finden Sie auf der Homepage der ZKN: www.zkn.de


Kieferorthopädische Behandlungsplanung ohne Strahlenbelastung
Kieferorthopädische Behandlungsplanung ohne Strahlenbelastung


Die Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht ohne Strahlenbelastung exakte Aufnahmen von Schädelstrukturen, die üblicherweise durch Röntgenbilder dargestellt werden

Bisher ist die Aufnahme eines Röntgenbildes gängige Praxis, wenn bei Kindern und Jugendlichen möglicherweise die Zahnstellung korrigiert werden muss. Der Kieferorthopäde bestimmt Winkel und Abstände zwischen sogenannten Landmarken - wichtigen anatomischen Punkten im Ober- und Unterkiefer - um festzustellen, ob es pathologische Veränderungen in der Entwicklung gibt und um die kieferorthopädischen Maßnahmen zu planen.

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg um Professor Dr. Martin Bendszus, Ärztlicher Direktor der Abteilung Neuroradiologie, und Professor Dr. Christopher J. Lux, Ärztlicher Direktor der Poliklinik für Kieferorthopädie, veröffentlichten nun in der renommierten Online-Fachzeitschrift PLOS ONE die Ergebnisse einer Studie, die von der Dietmar Hopp Stiftung mit 198.000 Euro unterstützt wird. Es konnte gezeigt werden, dass diese Landmarken mit der Magnetresonanztomographie (MRT) ebenso exakt wie im Röntgenbild vermessen werden können: "Wir hatten im Vergleich zum Goldstandard - dem Röntgenbild - nur sehr geringe Unterschiede, die im Rahmen der üblichen tolerablen Standardabweichung liegen. Der große Vorteil der MRT ist jedoch, dass sie ohne Strahlenbelastung auskommt. Auch wenn die Röntgenbelastung bei zahnärztlichen Untersuchungen gering ist, möchte man sie insbesondere bei Kindern und Jugendlichen so weit wie möglich reduzieren", sagt Prof. Dr. Martin Bendszus, der das Verfahren nun in eine breitere Anwendung bringen möchte. Dieser Vorteil kann künftig auch insbesondere dann zum Tragen kommen, wenn bei spezifischen kieferorthopädischen Fragestellungen, zum Beispiel stark im Knochen verlagerte Zähne, eine 3D-Bildgebung erforderlich ist.

In nur 10 Minuten und ohne Kontrastmittel und Strahlenbelastung zum exakten Bild

Untersucht wurden im Rahmen der Studie 20 Jugendliche im Alter von 8 bis 26 Jahren, von denen eine MRT-Aufnahme und ein Röntgenbild angefertigt wurden. Zwei Experten markierten unabhängig voneinander 18 wichtige Landmarken im Kiefer. Ein spezielles Computerprogramm errechnete dann daraus 14 Winkel und 10 Distanzen, die für eine kieferorthopädische Behandlungsplanung wichtig sind. Ein Vergleich der Daten zeigte eine Abweichung von maximal 3 Grad bei den Winkeln und maximal 3 Millimetern bei den Distanzen zwischen Röntgenbild und MRT - Unterschiede, die im Toleranzbereich von bildgebenden Verfahren liegen. Insbesondere für die jungen Patienten ist die kurze Aufnahmezeit von unter zehn Minuten bei der in Heidelberg weiterentwickelten MRT-Technik von Vorteil. Die Verabreichung eines Kontrastmittels ist nicht erforderlich. Derzeit wird die Methode in weiteren klinischen Studien erprobt. Medizinreferentin Dr. Ingrid Rupp: "Wir begrüßen, dass Kinder von den Forschungsergebnissen profitieren und die Untersuchungen weniger belastend werden können."

MRT-Bilder zeigen Knochen und Weichteile

"Grundlage dieser Vergleichsstudie waren schnelle dreidimensionale MR-Techniken, mit denen Ober- und Unterkiefer sowie weitere für die Behandlungsplanung relevante Strukturen in hoher räumlicher Auflösung dargestellt werden können", sagt Frau Prof. Dr. Sabine Heiland, Leiterin der Sektion Experimentelle Radiologie und Hauptantragstellerin des von der Dietmar Hopp Stiftung geförderten Projekts. "Ein weiterer wesentlicher Schritt war die Umwandlung der dreidimensionalen MRT-Bilder auf eine zweidimensionale Projektion analog zum Röntgenbild. Wir haben die Bilder sozusagen künstlich reduziert, um sie überhaupt mit den Röntgenbildern vergleichen zu können", erklärt Frau Prof. Dr. Sabine Heiland.

Die Heidelberger Experten sehen großes Potenzial in der neuen Methode. "Wir können die Diagnostik verbessern, denn in Zukunft bieten wir im Rahmen klinischer Studien auch 3D-Analysen an, die nochmals deutlich genauer sind.", so Prof. Bendszus. Prof. Lux ergänzt: "Im Gegensatz zum Röntgenbild erhalten wir auch zusätzliche Informationen zu den Weichteilen wie zum Beispiel Muskeln und Zahnhalteapparat, was künftig die kieferorthopädische Behandlungsplanung beeinflussen kann."

Die Kieferorthopädie ist nach Ansicht der Wissenschaftler nur ein Teil der zukünftigen Anwendungsmöglichkeiten bei Kindern: "Es gibt auch andere Indikationen, zum Beispiel Verlaufskontrollen der Zähne nach Unfällen oder die Frage nach Zahnentwicklungsstörungen, die auch eine Einbindung der anderen zahnärztlichen Fächer, z. B. Zahnerhaltung, Zahnärztliche Prothetik und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie sinnvoll erscheinen lässt, was gerade Gegenstand weiterer klinischer Studien ist", so Prof. Lux. Das Verfahren der Dental-MRT ist somit nicht nur für Kinder geeignet, sondern kann in der Zahnheilkunde auch beim Erwachsenen wichtige Zusatzinformationen ohne Strahlenbelastung liefern. Gerade bei häufigen Zahnerkrankungen wie der Parodontitis oder Lockerungen von Zahnimplantaten kann die MRT durch den hervorragenden Weichteilkontrast bereits früh die Diagnose stellen bevor Veränderungen im Knochen auftreten, die man dann erst im Röntgenbild sehen kann. Diese Möglichkeiten haben die Heidelberger Wissenschaftler in Pilotstudien gezeigt, weitere Studien dazu laufen.